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Alma
Abdrücke
In Gedenken
 




                            




In liebevoller Erinnerung unserem Lui.

 

Chester vom Dohrmanns Hof

geboren am 17. August 1996

für immer eingeschlafen am 30. November 2006

  












         
 

     
  



                                 
         


Wenn du ein Tier zu dir holst, dann weißt du ganz genau, dass es irgendwann wieder gehen muss. Wenn es soweit ist, ist es jedoch immer viel zu früh.

Wir lernten Chester schon kurz nach seiner Geburt kennen. Ich erinnere mich noch ganz genau, wie ich ihn und seine Geschwister zum ersten Mal sah, herrje… waren die niedlich. Wie alle Welpen!

Seine Mutter war eine stolze Berner-Hündin. Liebenswürdig, würdevoll, wachsam, aber niemals aggressiv gegenüber Menschen.

Genau diese wundervollen Charaktereigenschaften hatte auch unser Chester, den wir eigentlich immer Lui genannt haben.

Als er dann bei uns einzog, waren wir schon so eng verbunden, dass er seine Mutter kaum vermisste. Wir waren sein Rudel, waren wir bei ihm war alles gut. Für uns war es genauso, war Lui bei uns war alles in Ordnung. Er war Teil unserer Familie, gehörte einfach dazu.

Von da ab begleitete er uns Tag für Tag… über zehn Jahre lang.

               



Er liebte den Winter und die Kälte, dann war er in seinem Element! Stundenlange Spaziergänge in der Kälte, egal ob uns die Nasen einfroren… er musste raus. Im Sommer war er nicht so agil, lag gerne im Garten und übersah sein Reich wie ein König. King Lui eben ;-)

Er war unser Streitschlichter, Bettelkönig, Löcherbuddler, Sabberheini, Sockenklauer und Gute-Laune-Macher. Niemals war er aggressiv, egal was passierte! Er hatte eine Engelsgeduld, konnte stundenlang auf uns warten ohne zu jammern.
Eine Freundin schrieb mir etwas sehr Nettes über Lui: „er war ein richtiger knuffiger Teddy mit einem tollen Wesen...“ Genau das trifft es…

Er hat uns treu begleitet, hat alle Höhen und Tiefen mitgemacht und uns Stärke gegeben.

Natürlich hatte er auch einen typischen Berner Dickkopf. Gerade im Halbstarkenalter machte uns das arg zu schaffen! Wenn er etwas nicht wollte, setzte er sich hin und blieb genau dort an Ort und Stelle sitzen. Als ob er sagen wollte: Du kannst mich doch eh nicht tragen, also bleib ich hier sitzen bis du nachgibst! Dann blieb nur eins übrig: warten und Stärke zeigen! Was natürlich etwas hinderlich ist, wenn man in einer halben Stunde zur Arbeit muss und der Hund absolut nicht ins Auto steigen möchte ;-)

Aber all das haben wir gemeistert.

Was an Chester auffällig war, ist die Tatsache, dass er wirklich niemals weggelaufen ist, nicht ein einziges Mal... er brauchte keine Leine um bei uns zu bleiben! Auch als Welpe oder Junghund ist er immer in unserer Nähe geblieben, immer ohne Leine.

Ich erinnere mich noch genau an eine Situation: wir waren mitten im Umzug, überall Kisten, Kartons, Leute rannten herum…kurz: ein Chaos. Lui war damals so um die 10 Monate jung…und mitten drin im Chaos! Im Eifer des Gefechtes beachteten wir ihn gar nicht, jeder dachte vom anderen, dass der aufpassen würde. Und siehe da: plötzlich war er verschwunden! Ohje…. alle machten sich auf die Suche… Wo wir ihn fanden? Er lag mitten zwischen all den Kisten und Kartons und schlief tief und fest! Freute sich wie ein Schneekönig als er aufwachte und alle um ihn herum standen :-)

                                                                           
                                      



 

Wirklich ernsthaft krank war er nie. Er hatte zwar schon ziemlich früh Gelenkprobleme, auch oft etwas gereizte Haut… all das konnten wir aber mit dem richtigen Futter, Schonung und ein wenig Training hinbekommen.

In seinen letzten Monaten wurde er zum richtigen "Senior". Er genoss es keine großen Anstrengungen mehr machen zu müssen...uns fiel das gar nicht so richtig auf, erst jetzt, wenn man darüber nachdenkt, wird es einem bewusst.

Ende Oktober 2006 bemerkten wir, dass seine Lymphknoten geschwollen waren… im Grunde kann das was Harmloses sein. Die Blutuntersuchungen ergaben jedoch, dass es sein Todesurteil sein sollte.

Er hatte noch 5 schöne Wochen in denen er eine Rund-um-die–Uhr- Betreuung geniessen durfte. Er konnte noch im Garten liegen, die milde Herbstsonne genießen, seine geliebten Schweineöhrchen knabbern oder einfach ein Nickerchen halten. Wie schön war es, dass der Herbst so warm und sonnig war...als hätte man es extra für ihn gemacht.

An seinem letzten Lebenstag haben wir mittags noch eine kleine Runde durch den Garten gemacht, er kontrollierte zum letzten Mal sein Reich…. am Abend ging es ihm dann plötzlich sehr schlecht, die Medikamente schlugen nicht mehr an.

Es war so, als würde er spüren, dass seine Zeit bei uns vorüber war, ich glaube er hatte Angst und wirkte auf mich irgendwie verzweifelt.

Der Tierarzt kam zu uns und Chester ist in unseren Armen eingeschlafen… die Angst ist aus seinen Augen gewichen und er war plötzlich ganz entspannt… 


                  
  



    



Auf dem Bild oben sieht man Chester mit unserem Kater Paul. Fast genau ein Jahr nachdem Chester gegangen ist, hat uns auch Paul für immer verlassen. Er ist zu seinem Freund Chester gereist....




In Gedenken an einen ganz besonderen Freund.


 

 




Wir treffen uns wieder auf der

Rainbow Bridge

Im Himmel gibt es ein Gebiet, genannt Rainbow Bridge. Wenn ein geliebtes Tier stirbt, das auf unserer Erde einen geliebten Menschen hatte, dieses Tier geht zur Rainbow Bridge. Dort sind Wiesen und Hügel für unsere geliebten Freunde, damit sie zusammen rennen und spielen können. Dort gibt es Wasser und Nahrung in Hülle und Fülle, die Sonne scheint, und unsere Freunde fühlen sich wohl.

Alle Tiere, die krank und alt waren, sind wieder gesund und kräftig; diejenigen, die verletzt und verkrüppelt waren, sind wieder wohlauf, so wie wir sie aus unseren Träumen vergangener Zeiten kennen.

Die Tiere sind dort glücklich und zufrieden, bis auf einen kleinen Umstand: sie alle vermissen jemanden ganz bestimmtes, den sie zurücklassen mußten.

Sie alle rennen herum und spielen miteinander, aber für jedes Tier kommt der Tag, an dem es plötzlich innehält und mit hellen Augen erwartungsvoll und zitternd in die Ferne schaut.

Plötzlich trennt es sich von seinen Spielkameraden und rennt immer schneller und schneller über die grünen Wiesen. Da siehst Du etwas auf Dich zurennen, und wenn Du und Dein geliebtes Tier Euch freudig trefft, werdet Ihr niemals mehr getrennt werden. Freudentränen laufen über Dein Gesicht, Deine beschützenden Hände streicheln wieder den Kopf Deines Tieres und Du wirst wieder in die treuen Augen schauen, die so lange aus Deinem Leben gegangen waren, aber niemals aus Deinem Herzen.

Dann geht Ihr zusammen über die Regenbogenbrücke...

*Autor unbekannt, ins Deutsche übersetzt von Klaus Kempf 1998*

 

 


 
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